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Die Fledermaus

Das Opernglas / Jörg-Michael Wienecke, 31.1.2025

[Otto Schenks legendärer Inszenierung] Paroli zu bieten erwiese sich als die wahre Kunst. Noch weit mehr läge sie darin, auch die tragischen Seiten der dahinterliegenden, gar nicht so süffig oberflächlichen Story klar herauszuarbeiten. Beides vermochte die Regie von ‚Tobias Ribitzki zu leisten – mit gewissen Einschränkungen. Ribitzki gelangen zusammen mit seinem Universalausstatter Stefan Rieckhoff auf das Wesentliche reduzierte, sehr griffige Bilder, die schnell auf den Punkt brachten, worum es im Kern geht.
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Leo Siberski am Pult der Badischen Staatskapelle ging das äußerst konzentriert angelegte Spiel auf der Bühne voll mit. (...) Der dirigierende Gast am Haus sorgte alles in allem für eine abwechslungsreiche differenzierte Lesart der Partitur, agierte mit subtilen Rückungen in Tempo und Dynamik, hatte mit viel Finesse und Freude an den Details gearbeitet. Das galt auch für den von Ulrich Wagner kongenial vorbereiteten Staatsopernchor, der exakt und spielfreudig folgte.
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Eine formidable Ensembleleistung machte den gehörigen Spaß erst möglich. Es wurde lustvoll gesungen, eloquent parliert und im nuancierten Spiel auf die permanent lauernde Doppelbödigkeit der brillanten Komödie geachtet.
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Matthias Wohlbrecht, als „treuer Gabriel“ im Volleinsatz, musste keine Konkurrenz fürchten. Der Lebemann lag ihm förmlich im kleinen Finger und seinem Tenor brillant in der Kehle, dabei sang er vortrefflich pointiert und bemerkenswert textverständlich: ein Hochgenuss! Was Ina Schlingenspiepen an profunder Tiefe im Csárdás fehlte, machte sie durch ihre strahlende Höhe, effektvolle Koloraturen und ihre hintergründig humorvolle Ausgestaltung der Partie wett. Rosalindes spektakulärer Auftritt als „Ungarische Gräfin“ auf einer Showtreppe in prachtvoller Abendrobe samt sensationellem Kopfputz sorgte zudem für Furore: eine reine Augenweide. Schneiderei und Modisten hatten Großartiges geleistet. Bei ihrem Rollendebüt gelang Martha Eason aus dem Stand eine hinreißend agile Adele, die sie mit ihrem flexiblen Sopran effektvoll auszukosten wusste. Mit der nötigen äußerlichen Kühle, stimmlich aber umso wärmer und bestens auf Linie, überzeugte Florence Losseau einmal mehr mit ihrem Qualitäts-Mezzo als stattlicher Orlofsky.
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Mit seinem sehr präsenten Bariton ruhte [Armin Kolarczyk] in sich, ließ sich zu keinem Zeitpunkt aus dem Kalkül seines Konzepts bringen. Als Gefängnisdirektor kam mit Christian Noël Bauer ein vielversprechender, für die Rolle ungewöhnlich junger Bariton zum Einsatz.
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Der stimmig offerierte Operettenspaß geriet kurzweilig expressiv, ohne die doppelbödige Anlage der Story zu verraten.


Badische Neueste Nachrichten, Isabel Steppeler, 9.12.2024

Brillante Bühne und Solisten. 
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Und was für ein Gag, dass selbst Eisensteins Boxershorts dasselbe Muster haben wie die Vorhänge, Polstermöbel und Lampenschirme seiner Villa! 
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Ebenso prächtig wie die Optik war auch die Performance des Badischen Staatsopernchors, der in den Choreografien geradezu aufblühte. Mit Präzision und ansteckender Spielfreude setzten sie musikalische wie szenische Glanzpunkte, die zu den Höhepunkten des Abends zählten. 
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Martha Eason bringt in der Rolle des Stubenmädchens Adele champagnersprudelnde Läufe koketter noch zum Glänzen als das umfeudelte Kanapee. 
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Brett Sprague darf als Alfred wunderbar überdreht die Welt der glühenden Tenor-Italianità mit strahlenden Höhen und Schmelz aufwirbeln – und seinen Schal. 
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Im Mittelpunkt dieser Gesellschaft, die nur maskiert aufdreht, stehen die wundervolle Ina Schlingensiepen und – ihr ebenbürtig – Matthias Wohlbrecht als das Ehepaar, das sich nichts mehr zu sagen hat. 


SWR Kultur, Bernd Künzig, 9.12.2024

Florence Losseau spielt und singt den Ennui des Vergnügungskönigs Orlofsky perfekt. Grandios ist die Koloraturakrobatik von Martha Eason als ins Frivole ausbüchsende Kammerjungfer Adele.


Les Affiches d'Alsace et de Lorraine, Marie-Thérèse Werling, 20.12.2024

Die Inszenierung von Tobias Ribitzki bietet witzige Momente, darunter einige Gags: im ersten Akt etwa Rosalindes Liebhaber Alfred als Stehlampe im Salon oder im zweiten Akt der Gesangswettstreit zwischen Eisenstein und dem Gefängnisdirektor Frank mit Melodien aus dem Repertoire französischer Opern (Gounod, Bizet ...).
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Besonders hervorzuheben ist Martha Easons schöne Darstellung der frivolen und witzigen Kammerzofe Adele. Sie meistert ihre spritzig-frischen Vokalisen in der Arie „Mein Herr Marquis ...“ mit Bravour.
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Ina Schlingensiepen verkörpert und singt die Rosalinde hervorragend.
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Matthias Wohlbrecht als Eisenstein ist sowohl ein exzellenter Schauspieler als auch Sänger.
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Die Chorsänger:innen der Badischen Staatsoper waren perfekt aufeinander abgestimmt und verliehen dieser Fledermaus noch mehr Pep.
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Ein schöner, unterhaltsamer Abend mit einem Vorgeschmack auf die Feiertage zum Jahresende!!!


Die Rheinpfalz, Karl Georg Berg, 14.12.2024

Der Regisseur Tobias Ribitzki setzt in der Ausstattung von Stefan Rieckhoff ganz auf Karikatur und Überzeichnung.
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Selten gibt es so eine treffende Übereinstimmung von szenischem und musikalischen Konzert. Denn auch Gastdirigent Leo Siberski setzt auf Zuspitzung.
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In den ersten beiden Vorstellungen setzt Matthias Wohlbrecht als Eisenstein auf der Bühne die stärksten Akzente. Er ist wirklich ein Operettensänger, wie er sein soll mit Elan, Sinn für Ironie und starker Bühnenpräsenz. In der zweiten Vorstellung setzte auch Anastasiya Taratorkina als Adele Zeichen durch ihre unbekümmerte Spielfreude und ihre sängerische Brillanz.
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Melanie Lang war ein Prinz Orlofsky mit sattem Mezzo, Beomjin Angelo Kim ein Alfred mit dem in dieser Rolle gebotenen unwiderstehlichen Tenor.
Tomohiro Takada als Dr. Falke überzeugte wie Christian Noël Bauer als Frank stimmlich.
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Cleo Röhlig aus Speyer ist eine kesse Ida.
Der Chor tobt sich als dekadente Ballgesellschaft mit Schwung aus.


Pamina Magazin, Christine Gehringer, 9.12.2024

Die Premiere war ein voller Erfolg. 
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Tobias Ribitzky (sic) inszeniert den Maskenball zeittypisch als einen Schauplatz der „demimonde“: düster und funkelnd zugleich.
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Komödiantisch agieren auch Christian Noel Bauer (Gefängnisdirektor Frank), Cleo Röhlig (Ida) – und Christina Niessen, die als Dr. Blind am Ende noch für einen heiteren Moment der Verwirrung sorgt, als sie ihre Haare löst und damit ihr eigentliches Geschlecht zu erkennen gibt.
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Ein eher nobler Rächer und Strippenzieher ist dagegen Armin Kolarczyk als Dr. Falke, und bei seinem „Brüderlein und Schwesterlein“ möchte man mitschwelgen.
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Am meisten überzeugen – neben dem spritzigen Chor (Ulrich Wagner) – jedoch Matthias Wohlbrecht, der als Eisenstein an diesem Abend die größten komödiantischen Fähigkeiten zeigt, und schließlich Martha Eason als Adele: Sie gibt nicht nur eine ebenso trotzige wie temperamentvolle Kammerzofe, sondern sie singt dazu auch (wie schon als „Norina“ in „Don Pasquale“) mit geschmeidig-schönem Koloratursopran.


Termine

Wiederaufnahme
18:00 Einführung
 Sonntag, 2.5., 18:30 - ca. 21:05

Großes Haus

Tickets

66,00 - 19,00 Euro

18:30 Einführung
 Samstag, 8.5., 19:00 - ca. 21:35

Großes Haus

Tickets

66,00 - 19,00 Euro

19:00 Einführung
 Freitag, 28.5., 19:30 - ca. 22:05

Großes Haus

Tickets

66,00 - 19,00 Euro

Weitere Termine

19:00 Einführung
 Mittwoch, 2.6., 19:30 - ca. 22:05

Großes Haus

Tickets

58,00 - 17,00 Euro

19:00 Einführung
 Freitag, 11.6., 19:30 - ca. 22:05

Großes Haus

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66,00 - 19,00 Euro

19:00 Einführung
 Mittwoch, 23.6., 19:30 - ca. 22:05

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58,00 - 17,00 Euro

Besetzung