
Foto: Monika Werneke
Ulrich Cyran, geboren und aufgewachsen im westfälischen Erwitte-Anröchte, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Entscheidend für seine künstlerische Entwicklung waren die Begegnungen mit dem Regisseur Augusto Fernandes und dem Choreografen Jan Pusch. Die Verbindung von Schauspiel, Musik, Rhythmus, Sprache und Bewegung sind Bausteine seiner Arbeit. Als Regisseur bewegt sich Cyran zwischen klassischem Schauspiel, moderner Literatur und Musiktheater. Sein Repertoire reicht von Shakespeare-Inszenierungen wie Hamlet, Wie es euch gefällt, Ein Sommernachtstraum über Kleists Die Familie Schroffenstein, Thomas Manns Mario und der Zauberer, Medea und Becketts Glückliche Tage bis zu zeitgenössischen Stoffen wie Tschick, Bilder deiner großen Liebe und Yasmina Rezas Der Gott des Gemetzels. Im Musiktheater hat Ulrich Cyran eine eigene Form des Erzählens entwickelt, die Leichtigkeit, Präzision, Musikalität und erzählerische Genauigkeit miteinander verbindet. Produktionen wie Comedian Harmonists, Heute Abend: Lola Blau, The Blues Brothers in Prison, Spatz und Engel und Sekretärinnen wurden von Publikum und Kritik mit großem Erfolg angenommen. Durch die Regiearbeit hat er das Schreiben für sich entdeckt und entwickelte literarische Bühnenformate zwischen Schauspiel, Dramaturgie, Musik und Erzählkunst. Aus Romanen, Biografien und historischen Stoffen entstanden eigenständige Theaterabende. Seit mehr als 25 Jahren hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Wenn es seine Zeit erlaubt, steht er auch als Schauspieler auf der Bühne – unter anderem am Staatstheater Mainz und vor der Kamera für Film- und Fernsehproduktionen.
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