Der in München geborene Tenor Vincent Wolfsteiner studierte am New England Conservatory bei William Cotton und debütierte als Rodolfo in La Bohème an der Granite State Opera. Es folgten Engagements als Don José in Carmen, Turiddu in Cavalleria rusticana, Corrado in Il Corsaro und Canio in Pagliacci in den USA.
Seine europäische Karriere begann der Sänger am Volkstheater Rostock, später gastierte er an der Staatsoper Hannover, der Komischen Oper Berlin, dem Staatstheater Darmstadt und dem Opernfestival Heidenheim, wo er Rollen wie Siegmund in Die Walküre, Florestan in Fidelio, Aegisth in Elektra, Bacchus in Ariadne auf Naxos und Piccolomini in Wallenstein sang. Von 2012 bis 2014 war Wolfsteiner Mitglied des Staatstheaters Nürnberg, bevor er zur Oper Frankfurt wechselte, wo er mit Verdis Otello debütierte. Seitdem hat er wichtige Wagner-Rollen gesungen, darunter im Ring-Zyklus, Tristan und Isolde, Lohengrin und als Erik in Der fliegende Holländer, außerdem Peter Grimes und Calaf in Turandot. 2018 sang er Siegmund in Bayreuth.
Als Konzertsänger umfasst sein Repertoire u. a. Mozarts Requiem, Beethovens Sinfonie Nr. 9, Mendelssohns Elias, Schumanns Faust-Szenen, Schönbergs Gurrelieder sowie Mahlers Sinfonie Nr. 8 und Das Lied von der Erde.
Zu Wolfsteiners jüngeren Auftritten gehören Herodes in Salome an der Staatsoper Wien, Lohengrin beim Tokyo Spring Festival, Tannhäuser an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und Siegfried in einem Konzert mit der Dresdner Philharmonie. In der Saison 2023/24 sang er den Kaiser in Die Frau ohne Schatten an der Opéra de Lyon, Sergej in Lady Macbeth von Mzensk an der Staatsoper Hamburg und debütierte als Paul in Die tote Stadt an der Bergen National Opera sowie als Pollux in Die Liebe der Danae an der Bayerischen Staatsoper. Zu seinen aktuellen Auftritten gehören Lohengrin in Taiwan/Kaohsiung sowie in Lady Macbeth von Mzensk beim Enescu Festival Bukarest.
| Paul | Die tote Stadt |
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