Katharina Morin erhält den Förderpreis Deutschlandfunk

Die Dirigentin Katharina Morin, Assistentin des Generalmusikdirektors am Badischen Staatstheater Karlsruhe, ist mit dem Förderpreis Deutschlandfunk beim Musikfest Bremen 2026 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 23. August im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen statt.
Mit dem Förderpreis Deutschlandfunk zeichnen der Deutschlandfunk und das Musikfest Bremen seit 1998 hochbegabte Nachwuchskünstler:innen aus. Katharina Morin überzeugte die Deutschlandfunk-Musikredaktion und die Leitung des Musikfest Bremen mit ihren einfühlsamen Interpretationen, ihrer differenzierten Gestaltung und ihrer natürlichen Ausstrahlung.
Die Jury hob insbesondere Morins Fähigkeit hervor, mit ihrem Dirigat einen Raum für „freie Entfaltung und aufmerksames Miteinander“ zu schaffen. Orchester, Chor und Gesangssolist:innen verbinde sie zu einem dialogischen Klangkörper. Dabei arbeite sie konzentriert und präzise, zugleich mit großer Gelassenheit und einer unmittelbar verständlichen Gestik. Ihre musikalische Arbeit umfasst Chorwerke ebenso wie sinfonisches Repertoire und zunehmend auch das Musiktheater.
Eine Auszeichnung für musikalische Kommunikation
Bei der Preisverleihung würdigte Wibke Gerking, Leiterin der Musikabteilung von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, insbesondere Morins analytischen Zugang und die daraus entstehende Kommunikation mit den Musiker:innen. Ihre „sprechende Gestik“ ermögliche es ihr, direkt an den entscheidenden musikalischen Stellschrauben anzusetzen und die Musikerinnen auch im Konzert zu inspirieren.
Katharina Morin ist seit 2025 als Assistentin des Generalmusikdirektors am Badischen Staatstheater Karlsruhe tätig. Bereits zuvor machte sie mit erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen auf sich aufmerksam: 2024 gewann sie den Deutschen Preis für Chordirigieren beim RIAS Kammerchor und wurde beim internationalen Dirigierwettbewerb La Maestra in Paris mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
In ihrer Dankesrede zeigte sich Morin von der Auszeichnung überrascht. Sie beschrieb ihre zentrale Aufgabe als Dirigentin darin, die Musiker:innen wahrzunehmen und gemeinsam mit ihnen einen Klang zu entwickeln, der in die Tiefe geht und berühren kann. Das Schönste beim Dirigieren sei es für sie, „einen Raum zu schaffen, in dem alle gemeinsam einen Weg finden, der Musik und den Menschen zu dienen“.
Der Förderpreis Deutschlandfunk umfasst eine CD-Produktion sowie ein Engagement beim Musikfest Bremen 2027. Zu den bisherigen Preisträger:innen zählen unter anderem Julia Fischer, Patricia Kopatchinskaja, Kristian Bezuidenhout, Sophie Pacini, Jean Rondeau, Äneas Humm und zuletzt Jan Liebermann.