Drei Fragen an Johannes Hofmann, Komponist von "Geschichten aus dem Wiener Wald"

Im Schauspiel ging am 6. Dezember eine besondere Premiere über die Bühne. Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald – allerdings in einer speziellen Setzung: Die Dialoge werden nicht gesprochen, sondern ausschließlich gesungen. Oper im Schauspiel also? Wie das genau funktioniert, erzählt Komponist Johannes Hofmann in drei schnellen Antworten.
Du hast aus Horváths Volksstück eine Pop-Oper komponiert – was kann ich mir darunter vorstellen?
Es funktioniert tatsächlich wie eine Oper, also mit Arien, Rezitativen, Chören, Duetten und großen Gesangsquintetten – nur alles mit Popmusik im weitesten Sinne. Der Abend bewegt sich quer durch alle Musikstile, von Jazz über Hip-Hop bis zu Neue Deutsche Welle und anderen Popgenres.
Was war die größte Herausforderung bei der Komposition?
Den Text so zu vertonen, dass ein musikalischer Rhythmus entsteht, der den Inhalt verstärkt, ihn aber gleichzeitig singbar macht und schöne Melodien entstehen lässt, ohne zu stark in den Text einzugreifen.
Was ist dein Lieblingssatz – oder eher deine Lieblings-Liedzeile – aus dem Stück?
Da gibt es sehr vieles, so dass ich mich schwer entscheiden kann. Eigentlich wechselt es von Tag zu Tag. Zurzeit ist es: „Keiner darf wie er will und keiner will wie er darf; Und keiner darf wie er kann und keiner kann wie er soll.“
Geschichten aus dem Wiener Wald
Eine Pop-Oper von Johannes Hofmann nach dem
Volksstück von Ödön von Horváth
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